Sonos Beam im Test

Sie hält was sie verspricht! – Das sollte unbedingt zu Beginn gesagt werden. Toller Sound, kinderleicht einzurichten, kristallklare Stimmen und tiefe Bässe … das sind nur einige Eigenschaften der neuen Sonos Beam. Ich hatte die Soundbar nun einige Tage im Einsatz und bin sehr positiv angetan. 


Kinderleicht anzuschließen

Um gleich mal mit einem kleinen Scherz zu beginnen: Die Beam war wesentlich einfacher anzuschließen, als sie auszupacken. Bei mir hat es einige Anläufe gebraucht, bis ich das Gerät aus der Verpackung gebracht habe.  Aber gut so! Lieber gut verpackt, als nachher ein defektes Gerät.

In der Verpackung befindet sich das Gerät, ein Netzteil, ein HDMI-Kabel und ein optischer Audioadapter, falls euer TV-Gerät kein HDMI-ARC unterstützt.

Alles war extrem schnell angeschlossen und sofort bekam man das Signal, dass die Beam nun eingerichtet werden kann. Dies funktioniert wie gewohnt in der Sonos App. Ich möchte hier nicht auf die einzelnen Schritte eingehen, da man Schritt für Schritt durch den Einrichtungs-Prozess gelotst wird und dabei eigentlich nichts falsch machen kann.

Auch auf das Verbinden des Amazon-Accounts, damit ich Alexa nutzen kann, und das Einrichten einer Surround Area mit zwei Play:1 wurde ich hingewiesen. Das fand ich schon mal erste Sahne. Alexa hatte ich zwar dann verbunden, aber hatte mich zugleich gegen das Einrichten einer Surround Area entschieden.

Der Sound – Die Hardware – Multiroom

SOUND: Schon die ersten Töne hatten mich umgehauen. Das erste Video war der Aftermovie vom Tomorrowland Festival 2018. Ich hab mich direkt live dabei gefühlt. Was mir hier am meisten gefiel, war die Tatsache, dass man über die Beam gut hören konnte, dass es sich dabei nicht um eine Studio-Aufnahme handelt. Man hat direkt gemerkt, dass viele Menschen im Hintergrund sind, die jubeln und Krach machen. Wie oben schon beschrieben, habe ich keine Surround Area eingerichtet. Von meinen Erfahrungen her mit der Beam i.V.m zwei Play:1 Speakern (gehört und getestet bei Media Markt), gehe ich davon aus, dass das Festival-Erlebnis vermutlich mit zwei weiteren Speakern noch besser sein wird.

Speziell bei allen anderen Videos/Studioaufnahmen (Videostreaming, Musikstreaming, TV) kam die Beam dann so richtig auf Hochtouren. Flog ein Raumschiff über den Bildrand hinaus oder „droppte“ der Beat, dann gehe ich mal davon aus, dass meine Nachbarn das mitbekommen haben. Die Bässe der Beam sind für die Größe des Geräts extrem tief und füllen den gesamten Raum aus. Aber auch die Stimmen in Serien oder Filmen waren kristallklar und sehr gut verständlich. Dazu gibt es in der Sonos App sogar eine extra Einstellung die man aktivieren kann, damit die Stimmen im TV-Modus noch verständlicher sind.

Hardware: Die Beam läuft bei mir seit ihrer Inbetriebnahme tadellos und ohne Aussetzer. Die App an sich ist zwar noch verbesserungswürdig – das wirkt sich aber nicht auf die Leistung und das Spielverhalten der neuen Playbar aus. Sobald ich den Fernseher angeschalten hatte (auch während noch Musik über die Beam lief) erkannte diese den TV und wechselte sofort in den TV Modus. Auch äußerlich macht das Gerät einen äußerst stabilen Eindruck. Mit den knapp 3 kg Gewicht liegt die Beam auch gut auf und vibriert nicht, wenn mal eine längere Strecke von Bässen kommt.

MULTIROOM: Ein Highlight der Sonos Beam ist Apples AirPlay 2. Damit lässt sich die Beam problemlos mit anderen Sonos Speakern über die iOS Home Zentrale koppeln oder wieder trennen. Dies funktionierte bei mir auch jedes Mal und führte zu keinerlei Verbindungsabbrüchen.

Alexa

Wie oben schon erwähnt, ist in die Sonos Beam, auch wie schon beim Sonos One, Amazons Alexa integriert. Diese lies sich super easy mit dem Amazon Account verbinden und funktionierte einwandfrei. Auch wenn Musik über die Beam wiedergegeben wurde, hat mich Alexa verstanden und meine Eingeben zufriedenstellend verarbeitet. Jedoch kommen die verbauten Mikrofone auch irgendwann an ihre Grenzen. Wenn die Musik zu laut abgespielt wird oder generell starke Nebengeräusche vorhanden sind, wird man von Alexa schwerer verstanden. Leider kann die Drop-In Funktion von den Amazon Echo Geräten nicht mit der Beam genutzt werden, wobei das kein ausschlaggebender Grund für eine negativ Bewertung für mich ist.

Mein Fazit:

Ich würde die Sonos Beam als „eine Soundbar für Jederman“ bezeichnen. Für den Preis von 449 € erhält man ein extrem solides Gerät, das eine tolle Leistung bringt und den Geldbeutel nicht komplett leer macht ;-).

Vor allem für Menschen, die in einer Mietswohnung leben, kann dieses Gerät extrem verlockend sein, da sie eben nicht die Leistung eines Sub, der Playbar oder der Playbase hat. Diese 3 Geräte bringen teilweise so viel Bass mit sich, welchen man mit Nachbarn an jeder Seite nicht richtig ausnutzen kann. Die Beam fügt sich hier perfekt zwischen den einzelnen Speakern und den eben 3 genannten Geräten ein.

Wer also eine Soundbar kaufen will, die viel kann, eine super Leistung bringt und noch dazu gut aussieht, sollte unbedingt die neue Sonos Beam in seinen Entscheidungsprozess miteinbeziehen.

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